Wie oft hatte Berlin eine Stadtmauer?

C – Viermal

Berlin hatte viermal eine Stadtmauer:
Die erste bestand ab etwa 1250 aus Palisadenzäunen und Gräben. Später aus einem aus Feldsteinen bestehenden, zwei Meter hohen Wall, siehe Foto. Sie wurde immer wieder verstärkt und bis auf fünf 5 Meter erhöht. Dazu kamen Wachtürme.
400 Jahre später entstanden breite Befestigungsanlagen. Noch heute erkennt man deren Verlauf an den Straßenzügen wie der Neuen Schönhauser Straße.
Die dritte Stadtmauer-Generation entstand ab 1740 und umfasste ein riesiges Gebiet bis ins heutige Friedrichshain. Damals entstanden z.B. das Brandenburger Tor, das Schlesische oder das Hallesche Tor. Diese Zoll- oder Akzise-Mauer wurde ab 1865 wieder abgerissen.
Die vierte Mauer schließlich sollte verhindern, dass Menschen aus der DDR nach West-Berlin flüchten. Sie bestand von 1961 bis 1989.

Mittelalterliche Stadtmauer an der Waisenstraße in Mitte

Foto: Albrecht Conz

Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0