Welches war die größte Mietkaserne Berlins mit bis zu 2.000 Bewohnern?

C – Meyer’s Hof im Wedding

Meyer’s Hof hatte die doppelte Breite eines normalen Mietshauses und zog sich auf insgesamt sechs Höfe durch einen Block in der Ackerstraße. Er stand 100 Jahre lang für das Wohn-Elend der Arbeiterschaft in Berlin. Jahrzehntelang wurden die Toiletten nur zweimal täglich von einem zentralen Wasserspeicher auf dem Dach aus gespült. Es gab keine Wohnungen, nur Zimmer für jeweils eine Familie, die vom ewig langen Flur abgingen. Dazu einen Wasserhahn pro Etage. Im Krieg wurden die vier hintersten Gebäude zerstört. Erst 1972 zogen die letzten Mieter aus, Meyer’s Hof wurde Opfer der Abrisswut des Berliner Senats.