Warum gab es 1435 einen Kampf zwischen dem Tempelritterorden und der Doppelstadt Berlin/Cölln?

A – Die Tempelritter hatten die Grenze verschoben

Noch heute erzählen die Namen einiger Ortsteile von deren christlicher Vergangenheit, Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde künden davon. Vor 700 Jahren gehörte aber auch das spätere Kreuzberg dem Tempelritterorden, dessen Zentrum rund um die heutige Johanniterstraße lag. 1435 hatten die Ritter die Grenzsteine zwischen ihrem Gebiet und dem der Stadt Berlin-Cölln verschoben, um so Geländegewinne zu erreichen. Daraufhin stürmten Hunderte Stadtbewohner gegen den Johanniterorden an und vertrieben die Ritter in Richtung Süden. Das bisherige Gebiet im heutigen Kreuzberg wurde daraufhin vom Orden an Cölln verkauft.