Wo wurde ein über 2 km langer Kanal gebaut und nach ein paar Jahrzehnten wieder zugeschüttet?

A – In Kreuzberg

Zur Entlastung der Spree und der Mühlendammschleuse wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eine Verbindung zwischen Spree und Landwehrkanal gebaut. Nach der Märzrevolution konnte damit auch vielen Berlinern Arbeit gegeben werden, was der Befriedung diente. Aus dem Luisenstädtischen Kanal heraus wurde ein Großteil der Kreuzberger Wohngebiete errichtet, mit Ziegeln, die aus der Rüdersdorfer Gegend mit Schiffen transportiert wurden.
Der Kanal begann in Mitte gegenüber des heutigen Ostbahnhofs und endete am damaligen Urbanhafen. Gegenüber des Urban-Krankenhauses kann man heute noch sehen, wo er in den Landwehrkanal mündete.
1926 wurde der Luisenstädtische Kanal wieder zugeschüttet, weil er zu wenig Gefälle hatte, weswegen das Wasser kaum abfloss und übel roch.