Was war die Senatsreserve?

B – Lebensmittel-Lagerungen

Nach der Blockade 1948/49 wurden überall in West-Berlins Lagerhäuser mit überlebenswichtigen Waren eingerichtet. Das waren haltbare Lebensmittel wie Konserven, Milchpulver oder Trockenobst, aber auch andere Dinge wie Medikamente, Seife, Kohlen, Glasscheiben. Etwa 700 solcher Lager gab es und da die Bevölkerung daraus bis zu einem halben Jahr versorgt werden sollte, waren die Mengen bei 2 Millionen Menschen entsprechend groß. Nach der Wiedervereinigung wurden die Lager aufgelöst, 90.000 Tonnen wurden der Sowjetunion kostenlos als humanitäre Hilfe überlassen.
Die Lager befanden sich in einstigen Fabriken und Veranstaltungssälen, Weltkriegsbunkern, Brauereien, sogar in einer Außenstelle des KZ Sachsenhausen sowie in extra ausgehobenen, bis zu 15 Meter tiefen Gruben.

Gedenktafel zur Senatsreserve in Schöneberg

Foto: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg