A – Für ihre Gastronomie
Die Gebrüder Aschinger starteten in Berlin 1892 mit mehreren Lokalen namens “Bierquellen”, bald kamen Weinhäuser und Restaurants dazu. Bei Aschinger gab es günstige Mahlzeiten und nach Belieben Schrippen zu den Speisen, wodurch der Name Aschinger relativ schnell populär wurde, besonders bei ärmeren Bevölkerungsschichten. Sehr bekannt und beliebt waren die Bierwürste oder die Erbsensuppe. In den 1920er Jahren gab es mehr als 70 Aschinger-Betriebe in der Stadt, vor allem zwischen Mitte und Charlottenburg. Zeitweise war Aschinger Europas größter Gastronomiebetrieb.
Nach dem Krieg waren nur noch wenige der Einrichtungen intakt, trotzdem konnte sich Aschinger nochmal behaupten. Allerdings nur noch in West-Berlin, im Osten war die Firma wegen ihrer Nähe zur NSDAP enteignet worden. 1976 schloss das letzte Aschinger-Lokal am Bahnhof Zoo. Zwar tauchte der Name später noch mehrmals auf, hatte aber nichts mehr mit der ursprünglichen Firma zu tun.
