Was war der “Salon Kitty” in Charlottenburg?

C – Ein Bordell der Gestapo

Zwar war Prostitution während der Nazizeit verboten, aber es gab es sie natürlich trotzdem. Kitty Schmidt betrieb in der Giesebrechtstraße 11 nahe des Kudamms ein Wohnungsbordell. 1939 wollte die Inhaberin und Antifaschistin vor den Nazis fliehen, wurde aber an der holländischen Grenze von der Gestapo festgenommen. Ihr wurde angedroht, sie in ein Konzentrationslager zu bringen, wenn sie nicht mit der Geheimpolizei zusammenarbeiten würde. Ab sofort hörte die Gestapo alle Zimmer ab, Diplomaten, hochrangige Personen aus der Wirtschaft und sogar der NSDAP wurden belauscht. Eine Fliegerbombe machte dem 1942 allerdings ein Ende.

Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley)

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