Warum löschte die Feuerwehr 1953 nicht, als das Hochhaus am Potsdamer Platz brannte?

A – Weil darin eine Wache der Volkspolizei war

Das Columbushaus gehörte zu Ost-Berlin, lag aber auf der West-Berliner Seite der Grenze, an der aber die Mauer noch nicht stand. Neben einem Kaufhaus befand sich darin auch eine Wache der Ost-Berliner Volkspolizei. Heute steht an dieser Stelle unter anderem das Hotel Ritz-Carlton.
Beim Aufstand am 17. Juni 1953 zündeten Demonstranten das Gebäude an, die Polizisten flohen. Die eigentlich zuständige Ost-Berliner Feuerwehr weigerte sich, das brennende Haus zu löschen. Offiziell befürchteten sie, von den Protestieren angegriffen zu werden. Bald aber wurde bekannt, dass sie sich mit den Demonstranten solidarisierten und deshalb nicht eingriffen. Schließlich löschte die West-Berliner Feuerwehr, konnte aber das Gebäude nicht mehr retten.

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-20027-0002

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