Wo gab es in der NS-Zeit einen erfolgreichen Protest gegen die Deportationen?

B – In der Rosenstraße in Mitte.

Nachdem ihre jüdischen Ehemänner verhaftet worden waren, sammelten sich ab dem 27. Februar 1943 Hunderte von Frauen aus – wie die Nazis es nannten – “gemischtrassigen” Ehen. Die nicht-jüdischen Frauen demonstrierten lautstark vor dem Gebäude in der Rosenstraße, in das ihre Männer zur Deportation in die Konzentrationslager gebracht worden waren. Etwa vier Tage lang protestierten sie dort, trotz Bedrohung durch die Polizei, SS und Gestapo. Schließlich wurde ein Großteil der Männer wieder freigelassen.

Skulptur “Block der Frauen” von Ingeborg Hunzinger in in der Rosenstraße

Foto: Manfred Brückels

Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0